RotkäppchenDer Fachverlag für Reale PoesieVor allem für Unding, das Fachblatt für Reale Poesie |
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Philosophasterey |
7 Thesen zur Realen Poesie: Kul|tur, die; -, -en [lat. cultura = Landbau; Pflege (des Körpers u. Geistes), zu: cultum, ↑Kult]: 1.a) Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung: die menschliche K.; die Abteilung für K. (Kunst u. Wissenschaft); ein durch Sprache und K. verbundenes Volk; führende Kräfte im Bereich von Politik und K.; von der K. [un]beleckt sein (ugs.; [un]zivilisiert, kulturell [nicht] entwickelt sein); 1. Die Welt besteht aus Details. Jedes Medium eignet sich, die Schönheit in dem aufzuspüren, was vorfindbar ist. Der Wert der Kunst ist unabhängig von ihrer Technik. 2. Schönheit entsteht im Hirn des Empfänglichen. Alle Wahrnehmungen in diesem Bewusstsein gehören der Realen Poesie an. Wir sagen: Sie sind realpoetisch. Der Job ist, sie zu dokumentieren. 3. Reale Poesie wird nicht gemacht, sondern ist a priori vorhanden. Sie wächst auf den Bäumen, steht in den Asphalt geschrieben, auf Straßenschilder gemalt, sie sitzt in der Kneipe, arbeitet in marktwirtschaftlichen Unternehmen und sonnt sich am Strand. Sie ist beinhart an der Realität, wenn nicht gar identisch mit ihr. 4. Reale Poesie versteht sich in der Tradition von Aufklärung,
Romantik
und Postmoderne.
Das macht sie zutiefst deutsch.
5. Philosophische Grundlage ist der Radikale
Konstruktivismus: Jeder schafft
seine Welt pausenlos selbst. Reale Poesie ist der stete Nachweis, dass
es keine Realität geben kann.
6. Reale Poesie ist cool und rockt. Coolness ist keine Entschuldigung für Schluderei. 7. Wenn Reale Poesie keine Kunst ist, gibt es keine. | . |